Stadt erstellt mit Bürgern nachhaltigen Mobilitätsplan

Klagenfurt setzt einen weiteren Schritt, um den Bürgern ein möglichst leistungsfähiges und attraktives Verkehrssystem für die Bewältigung der täglichen Wege bereitzustellen. In der Stadtsenatssitzung wurde am Dienstag, 24. März 2026, das Projekt SUMP (Sustainable Urban Mobility Plan) mit einer Bürgerbeteiligung vorgestellt.

Für Klagenfurt wird ein nachhaltiger, strategischer Mobilitätsplan erarbeitet. Foto: StadtKommunikation

Ein SUMP ist ein strategischer Mobilitätsplan für eine Stadt. Er hilft dabei, Mobilität langfristig und über alle Verkehrsmittel hinweg zu planen – also zu Fuß, mit dem Rad, mit öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem Auto. Auch der Güterverkehr wird im SUMP mitberücksichtigt. Das Entscheidende dabei ist, dass die Mobilität gesamthaft betrachtet und die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt stehen. Ziel ist es, Mobilität in Klagenfurt langfristig weiterzuentwickeln und konkrete Maßnahmen für die Zukunft zu definieren und in weiterer Folge auch umzusetzen. Damit die Lebensqualität erhöht, das Mobilitätsangebot verbessert und die Stadt zukunftsfit gemacht wird. 

„Mit dem SUMP erhalten wir einen langfristigen Mobilitätsplan, der vom öffentlichen Verkehr über Rad- und Fußverkehr bis zur Stadtlogistik, alle Verkehrsarten in ein gemeinsames Konzept gießt. Ein konkretes Maßnahmenprogramm sorgt dafür, die Mobilität in unserer Stadt für möglichst viele Menschen noch attraktiver zu gestalten und die Lebensqualität zu steigern.“
Stadtplanungsreferent Vizebürgermeister Ronald Rabitsch

Der Mobilitätsplan wird von den Abteilungen Klima- und Umweltschutz, Straßenbau und Verkehr sowie Stadtplanung gemeinsam mit Mobilitätsexperten erarbeitet. Dabei werden bestehende Daten analysiert, aktuelle Herausforderungen betrachtet und neue Lösungen entwickelt. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die Einbindung von Bürgern und relevanten Akteuren. Dazu startet die Stadt eine Online-Umfrage zur Mobilität in Klagenfurt. 

„Für uns ist bei der Erstellung des Mobilitätsplans die breite Einbildung der Bevölkerung ganz wichtig. Denn es geht dabei um viele Fragen der Alltagsmobilität, die fast jeden betreffen. Gemeinsam mit den Bürgen wollen wir den Verkehr in Klagenfurt sicherer, umweltfreundlicher und alltagstauglicher machen.“
Straßenbau- und Verkehrsreferentin Stadträtin Sandra Wassermann, BA

 Die Befragung richtet sich an Personen ab 16 Jahren, die in Klagenfurt bzw. im Umland wohnen, in Klagenfurt arbeiten oder hier eine Ausbildung absolvieren. Mit der Teilnahme an der Umfrage kann man mithelfen, Prioritäten zu setzen und sicherzustellen, dass künftige Investitionen den Bedürfnissen der Bevölkerung bestmöglich entsprechen. Denn die Ergebnisse der Umfrage fließen direkt in den Mobilitätsplan ein und bilden die Grundlage für zukünftige Maßnahmen in der Stadt. Die Online-Umfrage und weitere Informationen zu SUMP findet man auf der Homepage im Bereich Mobilität & Parken.

Die Erstellung des SUMP erfolgt durch die Urban Innovation Vienna (UIV), tbw research sowie netwiss im Rahmen des Mobilitätslabors „Policy Lab", das vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) kofinanziert wird. Dadurch werden 25 Prozent der Projektkosten für die Stadt Klagenfurt gefördert. Ein strategischer, nachhaltiger Mobilitätsplan ist bis zum Jahr 2027 für alle österreichischen Landeshauptstädte verpflichtend zu erstellen und soll auch das aktuelle Mobilitätskonzept aus dem Jahr 2019 aktualisieren.