"Glankraftweg" bringt mehr Natur in die Stadt
Am Freitag informierten die für öffentliche Gewässer zuständige Stadträtin Sandra Wassermann, BA, Dipl.-Ing. Erich Eibensteiner (Geschäftsführer Wasserverband Glan) sowie Dr. Karoline Angermann und Christopher Tomaschitz, BSc, vom eb&p Umweltbüro über das seit Jänner im Bau befindliche Projekt „Glankraftweg“. Im Mittelpunkt steht die naturnahe Umgestaltung des linken Glanufers.
„Mit der Umsetzung des ‚Glan-Kraftweges‘ investieren wir in den Schutz eines heimischen Gewässers, bieten mehr sichere Radweginfrastruktur an, fördern die Biodiversität und erhöhen die Lebensqualität im städtischen Raum. Für die Bevölkerung hat es vor Ort Informations-Veranstaltungen gegeben, wir sind auch auf die Wünsche der Anrainer eingegangen und können einige davon schon in den nächsten Wochen umsetzen."
Stadträtin Sandra Wassermann, BA
Auf einer Länge von 210 Metern wird der Fluss um etwa ein Drittel verbreitert und abwechslungsreich ausgeformt. Dadurch entstehen neue Flachwasserzonen, welche wertvolle Lebensräume für zahlreiche Wasserorganismen bilden. Vor allem Fische profitieren von den neu entstehenden Rückzugsplätzen. Außerdem wird im Flusslauf eine Schotterbank angelegt. Diese Insel schafft ruhigere Wasserzonen und wirkt als natürlicher Strömungslenker. Das schützt das linke Ufer bei höheren Wasserständen. Zudem werden für Vögel und Fledermäuse zahlreiche Brutkästen aufgestellt.
Die Glan wird aber nicht nur ökologisch aufgewertet, sondern es verbessert sich auch die Zugänglichkeit für die Bevölkerung wesentlich. Für die Bewohner der angrenzenden Siedlungen sowie für Spaziergänger und Radfahrer entstehen Zugänge über eine Rampe und einer Treppe mit integrierten Sitzplattformen.
„Damit ermöglichen wir einen barrierefreien Zugang für Rollstuhlfahrer, Kinderwägen etc.“
Stadträtin Sandra Wassermann, BA
Entlang des Gewässers werden bereichsweise Trittsteine ins seichte Wasser gelegt sowie am Ufer Bäume und Sträucher gepflanzt. So entsteht ein neuer Natur- und Erholungsraum, der zum Verweilen, Beobachten und bewussten Erleben des Flusses einlädt.
„Der Wasserverband Glan mit Obmann Bürgermeister Christian Scheider an der Spitze freut sich, dass in der Landeshauptstadt Klagenfurt ein gewässerökologisches Projekt an der Glan in Kombination mit einem urbanen Erlebnisraum umgesetzt werden kann."
Dipl.-Ing. Erich Eibensteiner, Geschäftsführer Wasserverband Glan
Die Bauarbeiten am Gewässer sind bis Ende März 2026 abgeschlossen. Im Anschluss erfolgen bis Ende Mai 2026 die Errichtung der Gewässerzugänge, die Neuerrichtung des Radwegs sowie die Rekultivierung und Wiederbepflanzung der betroffenen Flächen. Die temporäre Umleitung des Radwegs gilt voraussichtlich bis Ende Mai 2026.
Die Planung des Projekts „Glankraftweg“ erfolgte in enger Abstimmung zwischen Wasserbau/Hochwasserschutz, ökologischer Fachplanung und Landschaftsplanung. Damit entstand ein ausgewogenes Gesamtkonzept, das den Anforderungen eines modernen, nachhaltigen Gewässermanagements im urbanen Raum gerecht wird.
„Als Ingenieurbüro mit Sitz in Klagenfurt freut es uns ganz besonders, wenn wir quasi vor unserer Haustüre Gewässerrevitalisierungsprojekte zur Umsetzung bringen dürfen."
Dr. Karoline Angermann (eb&p Umweltbüro)
Die Projektkosten von 700.000 Euro teilen sich Bund, Land und der Wasserverband Glan mit den sieben Mitgliedsgemeinden - eine davon ist die Landeshauptstadt Klagenfurt - auf.


